Der Irak steht Ende September vor zwei entscheidenden Fristen: dem Ende der militärischen Präsenz der Vereinigten Staaten und der Entwaffnung nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen. Der Abzug der US-Truppen ist im Gange, und die Beamten haben angekündigt, dass Hunderte verbleibender Truppen bis zur Frist am 30. September den Norden des Iraks verlassen werden.
Verknüpfung des Abzugs der Truppen mit der Entwaffnung der bewaffneten Gruppen
Die irakische Regierung hat den Abzug der US-Truppen mit einem Ultimatum für die bewaffneten Gruppen verknüpft, ihre Waffen niederzulegen. Doch die meisten dieser Gruppen haben gezeigt, dass sie keine Pläne haben, dies zu tun. Diese Situation wirft viele Fragen zur Zukunft des Iraks auf.
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Die von Iran unterstützten irakischen bewaffneten Gruppen haben seit dem Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran am 28. Februar Ziele, die mit den Vereinigten Staaten in Verbindung stehen, im Irak und außerhalb des Irak ins Visier genommen. Diese Gruppen haben sich auch mit den Houthi-Rebellen im Jemen abgestimmt, um Saudi-Arabien anzugreifen.
Bedenken der Vereinigten Staaten und zukünftige Pläne
Mit dem anhaltenden Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran wird Teheran wahrscheinlich nicht auf seinen Einfluss im Irak verzichten. US-Beamte sind besorgt über die Fähigkeit dieser Gruppen, weiterhin Angriffe durchzuführen, aber diese Bedenken sind nicht so groß, dass sie den Abzug der Truppen verzögern würden.
Die US-Truppen sind 2003 in den Irak einmarschiert, um Saddam Hussein zu stürzen, und haben 2011 das Land verlassen. Drei Jahre später luden irakische Beamte zu einer kleineren Mission unter US-Führung ein, um gegen die Gruppe des Islamischen Staates zu kämpfen. Mit der Abnahme der Bedrohung durch diese Gruppe haben die Vereinigten Staaten und Bagdad 2024 vereinbart, die Mission zu beenden.
Ein US-Militärbeamter sagte, dass der Abzug bis zum 30. September abgeschlossen sein wird und die meisten verbleibenden Truppen im Norden des Iraks nach Jordanien und in andere Länder der Region verlegt werden. Militärische Ausrüstung, einschließlich Luftverteidigungssystemen, wird ebenfalls abgezogen.
Irakische Beamte sind sich unsicher, ob der 30. September eine endgültige Frist für die Entwaffnung der bewaffneten Gruppen ist oder lediglich ein Ausgangspunkt für Verhandlungen. Einige weniger einflussreiche Gruppen haben zugestimmt, ihre Waffen abzugeben, aber mächtigere Gruppen, insbesondere die Kata'ib Hezbollah, al-Nujaba und die Kata'ib Sayyid al-Shuhada, haben diese Möglichkeit abgelehnt und Bedingungen für die Entwaffnung festgelegt, auf die die Regierung nur schwer reagieren kann.
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Quelle: abcnews.com



