Victor L. Simpson, ehemaliger Bürochef der Associated Press in Rom und bekannter Journalist, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Er starb am Sonntag in seinem Zuhause in Rom an Krebs.
Herausragende Karriere und wichtige Berichterstattung
Simpson berichtete während seiner 46 Jahre bei der Associated Press über viele bedeutende Geschichten am Ende des 20. Jahrhunderts und zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Von den Rassenunruhen in Newark, New Jersey, im Jahr 1967 bis zu den Kriegen im Nahen Osten und der Ära von Papst Johannes Paul II., mit dem er auf zahlreichen Reisen unterwegs war, spielte Simpson eine wichtige Rolle bei der Dokumentation der zeitgenössischen Geschichte.
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Im Jahr 1972 wurde er als Nachrichtenredakteur nach Rom berufen, wo er seine zukünftige Frau, Daniela Petrov, kennenlernte. Daniela, die eine bekannte Mode- und Vatikanjournalistin wurde, starb im Februar dieses Jahres im Alter von 80 Jahren.
Persönliche Erfahrungen und Herausforderungen
Simpson wurde 2005 zum Bürochef der Associated Press in Rom ernannt. Zuvor hatte er auch für die Zeitung Hackensack Record in New Jersey gearbeitet. Im Laufe seines Lebens sah sich Simpson mit zwei großen persönlichen Tragödien konfrontiert: dem Tod seines Vaters im Jahr 1964 bei einem Raubüberfall und dem Mord an seiner Tochter Natasha durch palästinensische Milizen im Jahr 1985. Bei diesem Angriff war Natasha eines von mehr als einem Dutzend Opfern.
Viele seiner Kollegen und Freunde erinnerten sich an ihn als eine einprägsame und einflussreiche Persönlichkeit bei der Associated Press. Julie Pace, die geschäftsführende Redakteurin der Associated Press, sagte: "Simpson hatte ein außergewöhnliches Leben und eine Karriere und hinterließ ein bleibendes Erbe bei der Associated Press."
Simpson und Petrov hatten zwei Jahre nach dem Tod von Natasha eine weitere Tochter namens Debbie, und Papst Johannes Paul II. gratulierte der Familie zur Geburt ihrer neuen Tochter.
Simpson war als erfahrener und angesehener Journalist unter den Journalisten in Rom bekannt und galt als erste Anlaufstelle für neuankommende Reporter. In vielen Jahren hatte er 92 Reisen mit Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI.
Simpson wurde 1986 während eines seiner Flüge auf Einladung von Papst Johannes Paul II. zum Abendessen eingeladen. Bei diesem Treffen entschuldigte er sich beim Papst für seine Arbeitskleidung, worauf der Papst ihn sanft beruhigte und sagte: "Das sind meine Arbeitskleider."
Einer seiner größten Berichte fand 1988 während eines Flugs nach Uruguay statt, als er den Papst nach den Solidaritätsstreiks in Polen fragte. Die Antwort des Papstes auf diese Frage, die die Streiks voll unterstützte, wurde auf den Titelseiten von Zeitungen auf der ganzen Welt veröffentlicht.
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Quelle: independent.co.uk



