Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, bestehend aus 17 Schlüsselzielen, wurden im September 2015 von globalen Führern festgelegt. Diese Ziele, die in 169 spezifische Ziele unterteilt sind, sollten die Welt bis 2030 transformieren. Mit dem Näherkommen dieser Frist zeigen aktuelle Bewertungen, dass die Welt von der Erreichung vieler dieser Ziele entfernt ist.
Herausforderungen bei der Erreichung der Ziele
Laut neuen Bewertungen könnten viele Ziele tatsächlich unerreichbar gewesen sein. Charles Kenny, leitender Forscher am Zentrum für globale Entwicklung, sagt: „Um diese Ziele zu erreichen, benötigen wir sehr umfassende politische Veränderungen.“ Er verweist insbesondere auf das Ziel der Beseitigung von Armut und fügt hinzu, dass die Erwartung, bis 2030 Null-Armut zu erreichen, sehr optimistisch war.
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Positive Veränderungen und relative Erfolge
Dennoch sind Experten der Meinung, dass Fortschritte nicht nur anhand des Erfolgs bei den Zielen bewertet werden sollten. Tuy Nguyen, Professor für Bevölkerungs- und Familiengesundheit an der Columbia University, verweist auf bemerkenswerte Erfolge bei der Senkung der Kindersterblichkeit und der Erhöhung der Lebenserwartung. Er erklärt, dass viele Kinder zur Schule gehen und einige Ziele, wie Geschlechtergerechtigkeit, positive Kettenwirkungen hatten.
Paul Spiegel, Direktor des Johns Hopkins Center for Human Health, weist darauf hin, dass seit der Festlegung dieser Ziele fast eine Milliarde Menschen Zugang zu sicherem Trinkwasser erhalten haben und ein erheblicher Teil der Bevölkerung mit dem Internet verbunden ist. Er verweist auch auf Fortschritte in anderen Gesundheitsbereichen.
Shirin Malekipour, Professorin an der Monash University in Melbourne, weist darauf hin, dass die Ziele für nachhaltige Entwicklung als globaler Rahmen für Zusammenarbeit und Datensammlung fungiert haben. Sie ist der Meinung, dass diese Ziele unabhängig von der Anzahl der erreichten Ziele als Katalysatoren für Veränderungen gewirkt haben.
Dennoch haben globale Krisen, einschließlich der Corona-Pandemie und Kriege, zusätzlichen Druck auf die Erreichung dieser Ziele ausgeübt. Andrew Shepherd, leitender Forscher bei ODI Global, betont, dass wiederholte Krisen negative Auswirkungen auf die Fortschritte hatten.
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Quelle: npr.org



