Die Gletscher in Grönland und der Antarktis sind seit 1979 um mehr als 12,5 Billionen Tonnen geschmolzen, was ungefähr 3 Quadrillionen Gallonen Wasser entspricht. Diese Menge an geschmolzenem Eis hat den Meeresspiegel um etwa einen Zoll (3,1 Zentimeter) erhöht.
Der Schmelzprozess und seine Folgen
Laut Forschern hat die hohe Erdtemperatur zur schnellen Schmelze der beiden großen Eisschilde der Erde beigetragen. Fünf Sechstel dieser Schmelze sind auf warmes Wasser zurückzuführen, das die Unterseite und die Seiten der Eisschilde beeinflusst. Dies könnte in Zukunft zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen.
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Eric Rignot, einer der Autoren dieser Studie, sagte: "Die Eisschilde schmelzen schnell, und wir beobachten einen Anstieg des Meeresspiegels an allen Küsten, was die Verwundbarkeit der Küstengebiete erhöht."
Auswirkungen auf die Bevölkerung
Mit steigendem Meeresspiegel sind jährlich 2 bis 3 Millionen Menschen für jeden Drittel Zoll (oder Zentimeter) Anstieg des Meeresspiegels Hochwasser ausgesetzt. Diese Informationen wurden von Ines Otosaka, der Hauptautorin der Studie, bereitgestellt. Zudem zieht der Jakobshavn-Gletscher in Grönland derzeit bis zu 50 Meter pro Tag zurück.
Dieses internationale Team von Polarforschern, geleitet von der Europäischen Weltraumorganisation, hat seit 1979 mit Hilfe von NASA-Satelliten das Volumen der Eisschilde in der Antarktis und seit 1972 in Grönland untersucht. Otosaka sagte: "Wir haben einen klaren Trend, der zeigt, dass die Eisschilde immer mehr Masse verlieren, und dieser Trend nimmt zu."
Folgen des Klimawandels
Laut Andrew Shepherd, einem weiteren Autor dieser Studie, hängen die Veränderungen in den Eisschilden mit Verzögerungen bei den globalen Temperaturveränderungen zusammen, und es ist zu erwarten, dass dieser Trend in den kommenden Jahrzehnten anhält, selbst wenn wir die Erderwärmung stoppen können.
Die kontinuierliche Verbindung zwischen dem Schmelzen des Eises und dem Klimawandel ist von großer Bedeutung. David Holland, ein Eisscientist an der New York University, warnte vor der Instabilität des Eises und deren Gefahren und betonte, dass der Großteil des Eisverlusts auf dynamische Ursachen zurückzuführen ist, die zu Szenarien des Zusammenbruchs von Eisschilden führen können.
Diese Studie hat 45 unabhängige Bewertungen und 27 verschiedene Satelliten verwendet. Angesichts des Fehlens wesentlicher Veränderungen von 2020 bis 2023 glauben die Forscher, dass dieser Zustand eher mit kurzfristigen atmosphärischen Schwankungen zusammenhängt.
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Quelle: independent.co.uk



