Das Klarheitsgesetz, ein umfassender Plan zur Regulierung digitaler Vermögenswerte, wurde am Dienstag im Senat mit 10 Stimmen weniger als erforderlich abgelehnt. Diese Maßnahme war ein schwerer Schlag für Unternehmen im Bereich digitale Vermögenswerte und für republikanische Gesetzgeber, die monatelang für die Verabschiedung dieses Gesetzes gekämpft hatten.
Details zur Abstimmung
Das Klarheitsgesetz benötigte 60 Stimmen, um in diesem 100-köpfigen Gremium voranzukommen, erhielt jedoch nur 49 Stimmen dafür. Vier republikanische Senatoren — Jerry Moran, Susan Collins, Josh Hawley und Thom Tillis — stimmten zusammen mit allen Demokraten im Senat gegen diesen Gesetzentwurf. Tillis änderte als prozeduralen Manöver seine Stimme von Ja auf Nein, um sein Recht auf eine spätere Berufung zu wahren.
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Folgen und Bedenken
Das Ergebnis dieser Abstimmung hat praktisch den Prozess zur Verabschiedung dieses Gesetzentwurfs gestoppt, während sich die Gesetzgeber darauf vorbereiten, diesen Monat Washington zu verlassen und sich den Zwischenwahlen im November zuzuwenden, wo die Republikaner versuchen, die Kontrolle über den Kongress zu behalten. Der Klarheitsgesetzentwurf war darauf ausgelegt, eine regulatorische Struktur für digitale Vermögenswerte zu schaffen, und Unternehmen im Bereich Krypto sahen darin einen Weg, eine stärkere rechtliche Stellung zu sichern. Dieser Sektor, der stark finanziert wurde, hatte Hunderte Millionen Dollar in Lobbyarbeit investiert, um diesen Gesetzentwurf zu fördern.
Donald Trump, der durch seine Familieninvestitionen im Krypto-Bereich über 1,4 Milliarden Dollar verdient hat, hatte den Kongress in Bezug auf diesen Gesetzentwurf um Zustimmung gebeten. Er hatte zuvor in seinem Wahlkampf für 2024 finanzielle Unterstützung aus dem Krypto-Sektor gefordert und sich selbst als "Krypto-Präsident" bezeichnet.
Als Antwort auf dieses regulatorische Vakuum müssen die unter Trump geführten Aufsichtsbehörden, insbesondere die US-Börsenaufsichtsbehörde und die Commodity Futures Trading Commission, nun diese Angelegenheit angehen, obwohl die Ausarbeitung geschäftsfreundlicher Vorschriften ohne gesetzliche Unterstützung schwierig sein könnte.
Analysten und Führungskräfte betonen, dass nur der Kongress einen dauerhaften Rahmen schaffen kann und warnen, dass Verwaltungsrichtlinien weiterhin rechtlichen Herausforderungen und politischen Veränderungen ausgesetzt sind, was langfristige Risiken für Unternehmen im Bereich digitale Vermögenswerte mit sich bringt.
Brian Armstrong, CEO von Coinbase, sagte in einer Reaktion auf die Abstimmung am Dienstag in einem Social-Media-Post: "Das Klarheitsgesetz kam heute im Senat nicht voran, was enttäuschend war." Er fügte auch hinzu: "Die SEC und die CFTC haben die notwendigen Werkzeuge, um klare Regeln unter den bestehenden Befugnissen zu schaffen, und ich erwarte, dass dies bald angegangen wird."
Dieses Risiko wurde durch einen signifikanten Rückgang der Märkte deutlich, wobei Bitcoin, die größte Kryptowährung der Welt, um mehr als 5 Prozent fiel, was den stärksten täglichen Rückgang seit Juni darstellt. Auch die Aktien des Coinbase-Börsenbetreibers und des Stablecoin-Herausgebers Circle fielen um bis zu 10 Prozent.
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Quelle: independent.co.uk



