Antarktische Krill, die eine Art von Krebstieren sind, die Shrimps ähneln und eine wesentliche Rolle in der Nahrungskette der Antarktis spielen, wurden in einer hydrothermalen Quelle in der Nähe der Antarktischen Halbinsel entdeckt. Diese Entdeckung fand während einer internationalen Forschungsreise statt, die darauf abzielte, die Ökosysteme des Südlichen Ozeans zu untersuchen.
Die Schlüsselrolle der Krill im Ökosystem
Krill sind eine lebenswichtige Nahrungsquelle für Pinguine, Robben und Wale. Kim Bernard, Meeresbiologe von der Oregon State University und National Geographic Explorer, erklärte: "Die meisten dieser Tiere ernähren sich von antarktischen Krill, und wenn sie nicht von Krill ernährt werden, wenden sie sich etwas anderem zu, das direkt von Krill lebt. Daher sind sie grundlegend für die Funktion und Gesundheit dieses Ökosystems."
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Krill recyceln auch Nährstoffe, die das Wachstum von kleinen Algen namens Phytoplankton unterstützen. Darüber hinaus werden Krill in großen Mengen gefangen, um für die Produktion von Aquakulturfutter und Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzungsmittel verwendet zu werden.
Veränderungen durch den Klimawandel
Experten warnen jedoch, dass dieser reiche Lebensraum im Südlichen Ozean schnell aufgrund des Klimawandels verändert wird. Bernard sagte: "Diese Region ist eine der am schnellsten erwärmten Regionen der Erde, und diese Veränderungen wirken sich auf die Population der antarktischen Krill aus."
Im Jahr 2024 berichteten Bernard und seine Kollegen in der Zeitschrift Communications Biology über die Entdeckung eines unerwarteten Lebensraums für Krill - hydrothermale Quellen. Die Identifizierung der Bedeutung dieses Lebensraums, insbesondere für die fruchtbaren Weibchen, könnte zum Schutz dieser lebenswichtigen Krebstiere beitragen.
Krill werden normalerweise in den oberen Schichten des Ozeans gefunden. Bernard erklärte, dass diese Tiere an der Wasseroberfläche in Gruppen und Schichten gesammelt werden können und sogar aus Flugzeugen fotografiert werden können. Allerdings sind tiefere Beobachtungen vom Meeresboden sehr begrenzt und experimentell gewesen.
Während einer Reise durch die Bransfieldstraße sah Bernard eine Bewegung in einer Ecke des Bildschirms. Diese Bewegung war eindeutig ein Krill. Er sagte: "Es sah aus wie eine Flosse unter Wasser, es schien sich zu drehen. Ich rannte schnell zum Kontrollraum und rief: 'Es gibt Krill, es gibt Krill!'" Dies war das erste Mal, dass Krill in einer hydrothermalen Quelle beobachtet wurden.
Ein anderes Forschungsteam hatte vor, die Geologie und Mikrobiologie dieser Quelle zu untersuchen, aber Bernard wurde für 15 Minuten erlaubt, einige Proben zu nehmen. Er erklärte: "Sie haben ein Gerät namens Saugprobennehmer, das im Grunde ein Vakuum ist, das alles saugt, was Sie wollen." Dieses Team konnte vier weibliche Krill sammeln, die stark mit Eiern gefüllt waren.
Weitere Forschungen zu Krill
Bernard und seine Kollegen sind nun daran interessiert zu verstehen, warum Krill in dieser Tiefe vorkommen. Er sagte: "Es ist sehr wichtig, dass wir unsere Bemühungen darauf konzentrieren, die Rolle der tiefen Umgebung im Leben der fruchtbaren Krill zu verstehen." Krill sind in der Tiefe des Ozeans vielen Gefahren ausgesetzt, einschließlich giftiger Schwermetalle wie Cadmium und Blei. Daher muss alles, was sie zu der hydrothermalen Quelle anzieht, wertvoll sein.
Bernard stellte durch die Untersuchung des Mageninhalts der aus der Quelle und anderen flacheren Gebieten gesammelten Krill fest, dass sie offensichtlich von den dort vorhandenen Mikroben ernähren. Er erklärte auch, dass diese Nährstoffe das ganze Jahr über verfügbar sein können, während Phytoplankton auf Sonnenlicht und Photosynthese angewiesen ist.
Schließlich könnte diese Entdeckung zu einem besseren Verständnis der marinen Ökosysteme und der Rolle der Krill darin beitragen und auch neue Wege zum Schutz dieser Arten bieten.
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Quelle: npr.org



