Elizabeth Moslakagumo, eine 38-jährige Frau, verschwand letzte Woche während des Nachmittagslaufens in der Nähe des Flughafens Johannesburg. Ihre 8-jährige Tochter kontaktierte Verwandte, nachdem sie nicht zurückgekehrt war, und diese informierten die Polizei. Fünf Tage später wurde die halbnackte Leiche von Moslakagumo in der Gegend gefunden, ihr Gesicht war stark verletzt und nicht mehr identifizierbar.
Zunahme der Frauenmorde
Moslakagumo ist eine von neun Frauen, die die Polizei in den letzten Wochen in dieser Region der größten Stadt Südafrikas als ermordet gemeldet hat. Die meisten von ihnen wurden vergewaltigt. Selbst in einem Land, das für die höchsten Raten geschlechtsspezifischer Gewalt weltweit bekannt ist, hat diese neue Welle von Morden Schock, Wut und Angst unter den Südafrikanern ausgelöst. Laut Polizeistatistik werden täglich mehr als 100 Vergewaltigungen und etwa 15 Frauenmorde gemeldet.
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Reaktionen und Proteste
Die Polizei hat die Möglichkeit eines Serienmörders nicht ausgeschlossen und Frauen gewarnt, dass sie "aufpassen" sollen und nicht alleine spazieren oder joggen gehen sollten. Dieser Ansatz ist auf Kritik von Frauen in den sozialen Medien gestoßen, die sagen, dass die Verantwortung für die Sicherheit bei der Polizei liegt, nicht bei ihnen selbst. Präsident Cyril Ramaphosa hat versprochen, dass "keinen Stein auf dem anderen bleiben wird", um den oder die Täter dieser Verbrechen zu identifizieren. Doch viele Südafrikaner glauben, dass die Regierung, die 2025 geschlechtsspezifische Gewalt und Frauenmorde zu einer nationalen Katastrophe erklärt hat, nicht ausreichend gehandelt hat.
Shanila Mohammed, Direktorin von Amnesty International in Südafrika, sagte: "Frauen in Südafrika werden weiterhin gejagt und sind ihrer grundlegenden Rechte auf Leben und Sicherheit beraubt. Frauen sind von leeren Versprechungen müde und wollen wissen, welche Maßnahmen ergriffen werden, damit Frauen und Kinder sich sicher fühlen." Proteste fanden in Kempton Park, einem Vorort, in dem viele dieser Morde geschehen sind, sowie in Kapstadt statt.
Da Moslakagumo eine begeisterte Läuferin war, haben viele lokale Laufclubs im ganzen Land zu ihrem Gedenken und zum Gedenken an alle Opfer Laufveranstaltungen organisiert. Bei einer dieser Veranstaltungen in Johannesburg erschienen Männer und Frauen aller Altersgruppen und Rassen in schwarzer Kleidung und hielten vor Beginn eine Minute Schweigen. Einer der Teilnehmer sagte: "Geschlechtsspezifische Gewalt, insbesondere Frauenmorde, ist ein großes Problem in Südafrika. Als Frau kannst du nichts alleine tun."
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Quelle: npr.org



