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Die Russen sehen sich wachsenden wirtschaftlichen Problemen aufgrund von Putins Krieg in der Ukraine gegenüber

vor 2 Std.

Die Russen sehen sich, während sie auf die Parlamentswahlen zusteuern, wachsenden wirtschaftlichen Problemen aufgrund von Wladimir Putins Krieg in der Ukraine gegenüber. Die steigenden Verteidigungskosten haben das Haushaltsdefizit ausgeweitet und setzen die Kriegswirtschaft des Landes stark unter Druck. Die Geschäftsklima- und Verbraucherstimmung haben sich verschlechtert, und das Wirtschaftswachstum hat sich deutlich verlangsamt.

Die Russen sehen sich wachsenden wirtschaftlichen Problemen aufgrund von Putins Krieg in der Ukraine gegenüber
Bild Die Russen sehen sich wachsenden wirtschaftlichen Problemen aufgrund von Putins Krieg in der Ukraine gegenüber (منبع تصویر: independent.co.uk)

Wirtschaftliche Herausforderungen und Anzeichen von Instabilität

Ökonomen glauben, dass diese Probleme nicht sofort zu einem finanziellen Zusammenbruch oder einem wirtschaftlichen Absturz führen werden. Die hohen globalen Ölpreise aufgrund des Krieges mit Iran sichern weiterhin die notwendigen Exporterlöse und helfen der Regierung, die Kosten von viereinhalb Jahren Angriff auf die Ukraine zu decken. Niedrige Arbeitslosenquoten und großzügige Staatsausgaben in ärmeren Regionen tragen ebenfalls zur Verringerung der inneren Unzufriedenheit bei.

Dennoch warnen Experten vor den grundlegenden und langfristigen Herausforderungen, die die Wirtschaft langsam untergraben. Der vom Lewada-Zentrum, einer unabhängigen russischen Umfrage, erstellte Verbraucherindex ist im Sommer auf 94 gefallen. Dies steht im Vergleich zu 116 zu Beginn des Jahres 2025. Werte unter 100 deuten auf eine überwiegende negative Stimmung unter den Verbrauchern hin.

Bedenken unter der Bevölkerung und finanzielle Lage

Die Menschen in Moskau äußerten bei den Wahlen grundlegende Bedenken bezüglich Renten und Preisen. Alexander Veratuchin, ein 72-jähriger pensionierter Staatsanwalt, erklärte, dass die Regierung sich auf "einen angemessenen Lebensstandard für Rentner" konzentrieren sollte. Er sagte auch, dass es ihm in finanzieller Hinsicht und in anderen Aspekten "gut" gehe.

Andere Bürger wie Dmitri Kirilin, 26 Jahre alt, forderten niedrigere Preise und bessere Reisebedingungen im Land. Er wies auch darauf hin, dass er "möchte, dass die Preise langsamer steigen, wenn das unter den aktuellen Bedingungen möglich ist." Die Treibstoffsituation und Streiks in Online-Shops wie Wildberries haben den Krieg für die Menschen sichtbarer gemacht, bedeuten jedoch nicht, dass es zu einer Krise kommt.

Chris Wafer, Geschäftsführer der Beratungsfirma Macro-Advisory Ltd, beschrieb die wirtschaftliche Lage als "akzeptable Stabilität" und sagte, dass die allgemeine Stimmung "unzufrieden" sei, aber nicht aktiv protestiert werde. Er fügte hinzu, dass die meisten Menschen "nicht so sehr von" den Angriffen in der Ukraine betroffen seien und eine Veränderung der Einkaufsgewohnheiten nicht zu einer Veränderung der öffentlichen Unterstützung für den Kreml führen werde.

Die Zustimmungsrate von Wladimir Putin ist in den letzten Monaten gesunken, liegt jedoch immer noch über dem Niveau vor Beginn des Krieges im Jahr 2022. Ein Anzeichen für Stress ist das Haushaltsdefizit Russlands und die Bemühungen der Regierung, neue Finanzquellen zu finden. Putin hat die Erhöhung der Mehrwertsteuer und anderer Ausgaben in Angriff genommen, aber das Defizit wächst weiterhin.

Bis Ende Juli zeigten Haushaltsdaten, dass das Defizit 2,8 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts erreicht hat. Die verfügbaren Mittel im russischen Reservefonds sind auf 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gesunken, was bedeutet, dass der Kreml auf Kredite von inländischen Banken angewiesen ist. Dies bedeutet hohe Kreditkosten, sodass die Zinssätze für russische Anleihen auf 17 Prozent gestiegen sind.

Haushaltsstress erhöht "Zweifel über die Dauer des Krieges durch Russland." Die Zentralbank Russlands hat die Zinssätze hoch gehalten, um die durch die Kriegskosten verursachte Inflation zu verhindern, was Druck auf zivile Unternehmen ausübt, die keinen bevorzugten Zugang zu Krediten haben.

Kurzfristig sind die Exporterlöse aus Öl seit dem Krieg mit Iran im Juni auf 15,8 Milliarden Dollar und im Juli auf 13,8 Milliarden Dollar gestiegen. Solange die hohen Energiepreise anhalten, "könnten die Haushaltsbeschränkungen Russlands effektiv verschwinden." Experten betonen, dass strenge Maßnahmen gegen Tanker, die die Sanktionen gegen Russland umgehen, Priorität haben sollten.

Quelle: independent.co.uk

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