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50-prozentige Kürzung des britischen Hilfsbudgets für Nigeria

vor 1 Std.

Nigeria spielt als das größte Land in der Sahelregion eine Schlüsselrolle bei der Verhinderung der Verschärfung von Chaos in diesem Gebiet. Jonathan Powell, der nationale Sicherheitsberater des britischen Premierministers, betonte während seines jüngsten Besuchs in Nigeria die Bedeutung dieses Landes für die sicherheitspolitische Stabilität Großbritanniens.

50-prozentige Kürzung des britischen Hilfsbudgets für Nigeria
Bild 50-prozentige Kürzung des britischen Hilfsbudgets für Nigeria (منبع تصویر: independent.co.uk)

Sicherheits- und humanitäre Herausforderungen in Nigeria

Verschiedene Herausforderungen, einschließlich islamistischer Aufstände und Militärputsche in der Region, stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit Nigerias und damit auch für Großbritannien dar. Aus diesem Grund strebt Großbritannien durch die Unterzeichnung einer strategischen Partnerschaft mit Nigeria an, seine nationale Sicherheit durch Verteidigungs- und Antiterrorzusammenarbeit zu stärken.

Diese Partnerschaft umfasst auch Hilfsprogramme für Nigeria zur Stärkung der Friedensbemühungen und zur Bekämpfung von Armut, die als Hauptursache für die Anwerbung von Personen durch terroristische Gruppen oder deren Flucht nach Europa angesehen wird. Kürzlich hat jedoch ein Bericht des International Development Committee des britischen Parlaments gezeigt, dass diese Programme ohne Berücksichtigung der humanitären und sicherheitspolitischen Probleme Nigerias nicht erfolgreich sein können.

Plötzliche Kürzung des Hilfsbudgets

In einem unerwarteten Schritt gab die britische Regierung bekannt, dass sie ihr Hilfsbudget für Nigeria um 50 Prozent kürzen wird, was auf 15 Prozent des Unterstützungsniveaus vor einem Jahrzehnt gesenkt wird. Diese Kürzung bedeutet eine Schwächung von Unterstützungsprogrammen wie dem Programm zur Stärkung von Frieden und Resilienz in Nigeria (SPRING), das zur Verringerung von Konflikten und zur Verbesserung der Lebensbedingungen in diesem Land beiträgt.

Auch das Programm Propcom+, das zur Transformation der ländlichen Wirtschaft von Millionen Nigerianern beiträgt, wird von Budgetkürzungen betroffen sein. Währenddessen hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ebenfalls vor den negativen Folgen dieser Kürzung gewarnt und sie als katastrophal bezeichnet.

Derzeit sind zwei Programme zur Verringerung von Konflikten in Nigeria aufgrund von Finanzierungsengpässen eingestellt worden. Dies geschieht, während die Sicherheitsbedrohungen in diesem Land weiterhin zunehmen und die Tötungen und Entführungen durch bewaffnete Gruppen die Menschen in Richtung Flüchtlingslager treiben.

Soziale und wirtschaftliche Folgen der Kürzung der Hilfen

Der Direktor der Mari Dena Stiftung, die in Afrika Notfallernährungs- und Gesundheitsdienste anbietet, betonte, dass die Regionen Nigerias mit dem schlimmsten Ausmaß an Unterernährung auch die Gebiete sind, in denen Extremismus und Terrorismus verwurzelt sind. Dies zeigt den direkten Zusammenhang zwischen Armut und Unsicherheit.

Nichtregierungsorganisationen wie ActionAid weisen ebenfalls darauf hin, dass Flüchtlinge von den nördlichen Bundesstaaten Nigerias nach Libyen fliehen und dann nach Europa gehen können, was selbst eine Bedrohung für die Sicherheit Europas darstellt.

Angesichts der sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Lage Nigerias ist klar, dass Sicherheit und Wohlstand unter solchen Bedingungen nicht durch Kürzungen der Ausgaben gewährleistet werden können. Dennoch schwächt die britische Regierung eine Partnerschaft, die sie erst vor zwei Jahren unterzeichnet hat.

Quelle: independent.co.uk

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