Iranische Staatsakteure haben britische Protestierende, Aktivisten und Journalisten mit Malware namens Chosen Brick ins Visier genommen. Diese Malware ermöglicht es den betreffenden Akteuren, auf persönliche Informationen der Opfer zuzugreifen und deren Bewegungen zu verfolgen.
Details zu den Cyberangriffen
Das Nationale Cyber-Sicherheitszentrum Großbritanniens (NCSC) berichtete, dass diese Akteure durch Identitätsbetrug von Angehörigen der Opfer in Messaging-Apps diese dazu bringen, die Malware herunterzuladen. Diese Malware ermöglicht den Akteuren den Zugriff auf die Kontakte, E-Mails und sozialen Medien der Opfer und kann auch auf das Mikrofon des Geräts und den Inhalt des Bildschirms zugreifen.
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Gemeinsame Ermittlungen Großbritanniens und seiner Verbündeten in den Vereinigten Staaten und den Niederlanden zeigen, dass diese Angriffe britischen Protestierenden und anderen Ländern gewidmet sind. Während die genaue Anzahl der Opfer unklar ist, hat das FBI erklärt, dass diese Malware seit Herbst 2023 eingesetzt wird.
Verwendung von Social Engineering
Iranische Akteure passen ihren Identitätsbetrug an die Interessensgebiete der Opfer an. In einem Fall wurde das Opfer mit gefälschten MRI-Ergebnissen hereingelegt. Diese Malware ist so konzipiert, dass sie auch nach einem Neustart des Geräts weiter funktioniert.
Ein Teil der gestohlenen persönlichen Informationen wurde auf Websites veröffentlicht, die von Iran unterstützt werden. Paul Chichester, Direktor der NCSC, erklärte, dass diese Cyberkampagne die skrupellose Nutzung digitaler Überwachung durch den Iran zur Zielverfolgung von Protestierenden zeigt.
Chichester fügte hinzu: "Die Details dieser Cyberkampagne zeigen, dass der Iran skrupellos digitale Überwachung einsetzt, um Kritiker des Regimes zu unterdrücken und E-Mails sowie Nachrichten zu stehlen und auf Geräte zuzugreifen. Wir empfehlen zusammen mit unseren internationalen Partnern den gefährdeten Personen, sich mit Social-Engineering-Techniken vertraut zu machen und die Empfehlungen zur Risikominderung zu befolgen."
Das FBI hat ebenfalls eine Warnung herausgegeben und behauptet, dass das iranische Ministerium für Information und Sicherheit (MOIS) diese Malware zur Informationssammlung, zur Durchführung von Datenlecks und zur Schädigung des Ansehens seiner Ziele verwendet.
Ausführliche technische Beratungen zu dieser Malware wurden auf der Website des NCSC veröffentlicht, ebenso wie Erklärungen, wie man verhindern kann, in ihre Fallen zu geraten.
Im vergangenen Sommer warnte Richard Horne, der Leiter des NCSC, dass feindliche Staaten wie Russland, China und der Iran zunehmend kritische Systeme in Großbritannien angreifen. Er fügte hinzu, dass drei Viertel der Cyberangriffe, die im vergangenen Jahr britische kritische Infrastrukturen betroffen haben, mit feindlichen Staatsakteuren in Verbindung stehen.
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Quelle: independent.co.uk



