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Die Freiheit von James Velasakis nach 26 Jahren Haft im Fall der Snowtown-Morde

vor 1 Std.

James Velasakis, die jüngste Person, die im Fall der Snowtown-Morde in Australien inhaftiert war, wird bald nach 26 Jahren Haft freigelassen. Diese Nachricht hat die Familien der Opfer stark besorgt, und sie betrachten diese Entscheidung als eine "erschütternde" Wendung.

Die Freiheit von James Velasakis nach 26 Jahren Haft im Fall der Snowtown-Morde
Bild Die Freiheit von James Velasakis nach 26 Jahren Haft im Fall der Snowtown-Morde (منبع تصویر: independent.co.uk)

Der Fall der Snowtown-Morde

Velasakis wurde zusammen mit John Justin Bunting und Robert Joe Wagner wegen des Mordes an 11 Personen zwischen 1992 und 1999 in einem der umstrittensten Kriminalfälle Australiens verurteilt. Eine vierte Person namens Mark Hayden wurde ebenfalls wegen Beihilfe zur Beerdigung der Leichen verurteilt. Die Leichen der Opfer wurden 1999 in Säurefässern in Snowtown, nördlich von Adelaide, gefunden, was diesen Fall zu den "Fässer-Morden" machte.

Kritik von Familien und Beamten

Velasakis trat im Alter von 18 Jahren im Jahr 1998 in die Morde ein und gestand vier Morde, darunter den Mord an seinem Stiefbruder und Halbbruder. Er fungierte als Hauptzeuge für die Staatsanwaltschaft und wurde zu lebenslanger Haft mit einer Mindeststrafe von 26 Jahren verurteilt, die im vergangenen August endete. Das Gremium für bedingte Entlassung von Südaustralien bestätigte in demselben Monat seine Freilassung und wies den Antrag der Landesregierung zurück, diese Entscheidung zu verhindern.

Am Dienstag bestätigte das Berufungsgericht von Südaustralien die Entscheidung des Gremiums für bedingte Entlassung. Bunting und Wagner, die zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt wurden, bleiben weiterhin im Gefängnis. Hayden wird im Jahr 2024 freigelassen.

Sarah Quick, die Kommissarin für Opferrechte, sagte, dass die Entscheidung zur Freilassung von Velasakis für die Familien der Opfer "sehr besorgniserregend" gewesen sei. Sie fügte hinzu, dass die Familien sich zwar auf dieses Ergebnis vorbereitet hatten, die Nachricht sie jedoch dennoch betroffen gemacht habe.

Karen Davis, die Schwester eines der Opfer, bezeichnete diese Entscheidung als "schrecklich" und sagte, dass ihre Ängste wahr geworden seien. Sie äußerte, dass sie stark betroffen war, als sie von der Freilassung von Velasakis erfuhr.

Steven Pallaras, der ehemalige Direktor der öffentlichen Anklage, kritisierte diese Entscheidung ebenfalls scharf und forderte eine grundlegende Überprüfung des bedingten Entlassungssystems. Er erklärte, dass ein Mörder, der viermal verurteilt wurde, nicht für sein gutes Verhalten belohnt werden sollte.

Quelle: independent.co.uk

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