Pawel Saducha, ein ukrainischer Aktivist und Russlandkritiker, wurde am Sonntag in der Stadt Quarteira, die in der Region Algarve in Portugal liegt, gefunden. Saducha, 56 Jahre alt, stammte aus der Stadt Lwiw in der Ukraine und lebte seit über zwei Jahrzehnten in Portugal. In den letzten Jahren hatte er häufig gegen die russische Propaganda und die Bemühungen des Kremls zur Militarisierung der Jugend gesprochen.
Details zum Tod von Saducha
Berichten lokaler Medien zufolge ist die Todesursache von Saducha noch unklar, es wird jedoch vermutet, dass sie natürlichen Ursprungs ist. Er hatte eine Vorgeschichte mit Herzkrankheiten, und die Polizei fand am Tatort keine Anzeichen für ein Verbrechen. Dennoch hat die Staatsanwaltschaft von Portugal Ermittlungen eingeleitet, um jegliche Beteiligung Dritter an seinem Tod zu prüfen. Außerdem haben Freunde und Verwandte von Saducha eine vollständige Autopsie gefordert.
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Würdigung von Saduchas Aktivitäten
Der ukrainische Außenminister Andrij Sibihha erwähnte in einer Erklärung auf Facebook Saducha und sagte, dass er einer der wenigen Führer war, die für die Ukraine niemals Feiertage oder Ruhezeiten hatten. Sibihha fügte hinzu: "Sein plötzlicher Tod ist ein großer Verlust für die ukrainische Gemeinschaft in Portugal und für die Ukrainer weltweit. Wir haben einen starken Verteidiger der Ukraine, einen vertrauenswürdigen Berater und einen Menschen mit großem Herzen verloren."
Saducha wurde 2010 zum Präsidenten des Rates der Ukrainischen Union in Portugal gewählt und erhielt 2017 das Verdienstzeichen der dritten Klasse vom Präsidenten der Ukraine. Er diente auch als Vizepräsident des Weltukrainischen Kongresses (UWC) für Südeuropa und leitete die Ukrainische Union in Portugal.
In einer Erklärung erklärte der Weltukrainische Kongress: "Pawel widmete auch viele Jahre seines Lebens dem Dienst an der ukrainischen Gemeinschaft in Portugal und war eine der stärksten Stimmen der Ukrainer in diesem Land. In den Jahren 2013-2014 spielte er eine Rolle bei der Organisation von Solidaritätsaktionen für Euromaidan in Portugal und organisierte nach der russischen Aggression gegen die Ukraine Versammlungen und Forderungen zur Unterstützung der Verteidiger der Ukraine."
Pawel Grid, der Präsident des UWC, erinnerte ebenfalls daran: "Pawel war einer der sehr respektierten Führer der ukrainischen Gemeinschaft in Portugal und weltweit. Er war ein enger Freund und jemand, dem ich immer vertrauen konnte. Er hatte große Bedeutung für die Ukraine und ihr Volk auf der ganzen Welt, und es ist ein enormer Verlust, dass wir ihn so sehr vermissen werden. Sein Andenken wird immer lebendig bleiben."
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Quelle: independent.co.uk



