Ein Richter in New Hampshire hat am Donnerstag den neuen Antrag von Pamala Smart auf Berufung in dem Mordfall ihres Ehemannes abgelehnt. Smart, die wegen ihrer Rolle bei der Planung des Mordes an ihrem Ehemann zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, verbringt derzeit mehr als drei Jahrzehnte im Gefängnis.
Details zum Fall Pamala Smart
Pamala Smart, 59 Jahre alt, hatte 1990, als sie erst 22 Jahre alt war, eine Beziehung zu einem 15-jährigen Schüler, der später ihren Ehemann Gregory Smart in Derry ermordete. Dieser Mord löste einen weitreichenden Medienrummel aus und Smarts Prozess wurde zu einem der ersten Live-Prozesse im Fernsehen in den USA.
Mehr lesen: Greg Stanton, ehemaliger Senator des Bundesstaates Arizona, ist verstorben
Smart wurde 1991 als Komplizin für Mord ersten Grades und andere Verbrechen verurteilt und zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt. Bis 2024 hatte sie die Verantwortung für den Tod ihres Ehemannes nicht übernommen und sagte, dass sie jahrelang versucht habe, die Schuld abzuwälzen.
Abweisung des Berufungsantrags
Smart reichte im Januar einen Berufungsantrag aufgrund rechtlicher Mängel in ihrem Urteil ein. Ihre Anwälte behaupteten, dass einige ihrer gesetzlichen Rechte verletzt worden seien. In einer Sitzung im Juli entschied Richter James Kennedy vom Obergericht des Merrimack County, den Berufungsantrag abzulehnen. Er sagte, dass Smarts Argumente entweder bereits vorgebracht worden seien oder in früheren Berufungen hätten vorgebracht werden können und selbst wenn das nicht der Fall gewesen wäre, seien sie ungültig.
Smarts Anwälte behaupteten außerdem, dass die Staatsanwälte die Geschworenen mit falschen Versionen von aufgezeichneten Gesprächen, die unhörbare Wörter enthielten, getäuscht hätten. Wörter wie "getötet" und "Mord", die in den Versionen enthalten waren, aber in den Aufnahmen nicht hörbar waren.
Dennoch sagte Richter Kennedy, dass die rechtliche Gültigkeit der Studie, die Smarts Anwälte vorgelegt hatten, "zweifelhaft" sei und dass die von ihren Anwälten vorgebrachten Erklärungen keine spezifischen Unrichtigkeiten identifiziert hätten. Der Richter wies auch Smarts Argumente über den Einfluss der Medien und falsche Anweisungen der Geschworenen zurück.
Der Fall Smart sorgte nicht nur in den Medien für Aufsehen, sondern inspirierte auch kulturelle Werke, darunter das Buch "To Die For" von Joyce Maynard und den gleichnamigen Film, der 1995 mit Nicole Kidman und Joaquin Phoenix gedreht wurde.
Mehr lesen: US-Behörden haben einen ICE-Agenten wegen des Schusses auf einen venezolanischen Einwanderer angeklagt · Verurteilung von Hashem Thaqi zu 25 Jahren Gefängnis wegen Kriegsverbrechen
Quelle: abcnews.com



