In Abu Hamad, am Nil, produzierten einst grüne Gärten und fruchtbare Felder Datteln, Zitrusfrüchte und Wintergetreide für die östlichen Städte des Sudans, einschließlich Khartum und Port Sudan. Doch heute hat sich dieses Land dramatisch verändert und es gibt keine landwirtschaftlichen Produkte mehr.
Bäume wurden gefällt, landwirtschaftliche Flächen geräumt und Felder in Geschäfte und Handelsplätze verwandelt. Rund um diese Stadt und in ihrer Umgebung gibt es mehr als 700 Hügel aus grauem Müll, die den Boden und das Klima der Region vergiften. Diese Hügel sind die giftigen Überreste des informellen Goldabbaus, einer Aktivität, die 2008 begann und in den letzten sechs Jahren stark zugenommen hat.
Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen
Diese Situation hat nicht nur fruchtbares Land zerstört, sondern auch zu einer öffentlichen Gesundheitskrise geführt. Chemikalien aus diesen Aktivitäten haben den Boden und das Wasser kontaminiert und das Leben der Menschen gefährdet. Während der Sudan als eines der Länder mit hohem landwirtschaftlichem Potenzial gilt, vertieft sich diese Krise offensichtlich, und die negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft sind deutlich sichtbar.
Angesichts von Krieg und Armut ist der informelle Bergbau für viele Menschen zu einer Einkommensquelle geworden, aber die Kosten für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt sind enorm. In dieser kritischen Situation, können die Regierung und staatliche Institutionen Schritte unternehmen, um dieses fruchtbare Land wiederherzustellen und die Gesundheit der Menschen zu schützen?
Es scheint, dass der Sudan vor einer großen Herausforderung für nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz steht. Nils Gold, das als Einkommensquelle angesehen wird, könnte zu einem echten Fluch werden, wenn keine Maßnahmen zur Kontrolle und Bewältigung dieser Krise ergriffen werden.
Quelle: theguardian.com



