Auf dem Toronto International Film Festival zeigt der Film «Being Heumann» unter der Regie von Sian Heder die leidenschaftliche Geschichte von Judith Heumann, einer der herausragenden Persönlichkeiten der Behindertenrechte. Diese Biografie befasst sich mit dem Leben und den Bemühungen von Heumann von den 1970er Jahren bis zu ihrem Tod im Jahr 2023 und stellt die zahlreichen Herausforderungen dar, denen sie und ihre Kollegen gegenüberstanden, um gleiche Rechte zu erlangen.
Herausforderungen beim Zugang und der Kampf um Veränderung
Ohne Zweifel ist eine der großen Errungenschaften von Judith Heumann die Schaffung grundlegender Veränderungen in der städtischen Infrastruktur, die den Zugang für Menschen mit Behinderungen erleichtert hat. Einst wurden diese Veränderungen als radikale und kostspielige Reformen angesehen, sind aber mittlerweile zu einer Notwendigkeit geworden. Heumann trat mit Mut und starkem Willen diesen Weg an, und daher kamen ihre Erfolge nicht nur ihr selbst, sondern auch Millionen anderen zugute.
Vielleicht gehen viele von uns im Alltag einfach über Rampen und abgesenkte Bordsteine hinweg, aber die Geschichte dieser Einrichtungen ist nicht nur faszinierend, sondern auch voller Kämpfe und sozialer Herausforderungen. «Being Heumann» erzählt diese Geschichte gut und zeigt die Emotionen und Herausforderungen von Heumann in verschiedenen Lebensphasen.
Eine starke Geschichte mit Schwächen
Trotz guter Absichten und ansprechendem Inhalt scheint der Film in einigen Momenten zufällig und unstrukturiert zusammengeschnitten zu sein. Während es emotionale und inspirierende Momente im Film gibt, könnten einige Abschnitte den Eindruck erwecken, als wären sie zusammengefügt worden, was die gesamte Wirkung der Erzählung beeinträchtigen kann. Dennoch wird das Gesicht und die Persönlichkeit von Judith Heumann in diesem Film gut dargestellt und erinnert uns an ihre Bemühungen.
Schließlich wird «Being Heumann» nicht nur als Biografie, sondern auch als Erinnerung an die historischen Bemühungen um die Rechte von Menschen mit Behinderungen und den Zugang in der modernen Gesellschaft angesehen. Der Film erinnert uns daran, dass jede große Veränderung das Ergebnis von individuellem und kollektivem Willen und Anstrengungen ist.
Quelle: theguardian.com



